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Schlagwort: DGUV Vorschrift 1

Unterweisung DGUV Regel 100-001 – Das ist neu 2025

Im Juni 2025 wurde die DGUV Regel 100-001 „Grundsätze der Prävention“ überarbeitet – mit wichtigen Änderungen für alle Arbeitgeber. Besonders beim Thema Unterweisung im Arbeitsschutz bringt die Neufassung neue Pflichten und mehr Klarheit. Erfahren Sie hier, wer künftig unterweisen darf, wie Sie rechtssicher dokumentieren und welche praktischen Tipps unsere Experten für Sie haben.

Was ist neu bei der Unterweisung laut DGUV Regel 100-001?

Die überarbeitete DGUV Regel 100-001 konkretisiert erstmals klar, welche Anforderungen an Unterweisungen im Arbeitsschutz gelten.
Neu ist vor allem:

  • Nur weisungsbefugte Personen dürfen Unterweisungen eigenverantwortlich durchführen.

  • Fachkundige können zwar inhaltlich unterstützen, aber keine Verantwortung übernehmen.

  • Jährliche Unterweisungen allein reichen nicht mehr aus. Sie müssen zusätzlich arbeitsplatzbezogen und anlassbezogen erfolgen.

  • Bei digitalen Unterweisungen wird eine praktische Ergänzung verlangt – Theorie allein genügt nicht.

👉 Praxis-Tipp: Planen Sie Ihre Unterweisungen künftig differenzierter – regelmäßig, themenspezifisch und mit interaktiven Elementen. So erfüllen Sie nicht nur Ihre Unterweisungspflicht als Arbeitgeber, sondern fördern auch das Sicherheitsbewusstsein im Betrieb.


Wer darf künftig unterweisen?

Nach der neuen DGUV Regel 100-001 (Juni 2025) ist klar:
Nur weisungsbefugtes Personal darf eine Unterweisung eigenverantwortlich durchführen.
Das bedeutet:

    • Unterweisende benötigen eine formale Befugnis.

    • Unterstützung durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte oder externe Dozenten ist zulässig – aber diese handeln in Ihrem Auftrag.

Wir von KUECK Industries führen gerne Unterweisungen in Ihrem Namen durch – etwa zu Themen wie Gefahrstoffmanagement, Brandschutz oder persönliche Schutzausrüstung.
👉 Wichtig: Die Verantwortung bleibt immer beim Arbeitgeber.


Wie oft müssen Unterweisungen stattfinden?

Die DGUV Vorschrift 1 § 4 legt fest: Unterweisungen müssen mindestens einmal jährlich stattfinden – und zusätzlich bei besonderen Anlässen wie:

      • Einführung neuer Arbeitsmittel oder Maschinen,

      • Änderungen von Arbeitsverfahren,

      • neuen Beschäftigten,

      • oder nach Arbeitsunfällen.

Die DGUV Regel 100-001 neu 2025 stellt klar, dass eine einzige Jahresunterweisung nicht genügt. Entscheidend ist der aktuelle Gefährdungsbezug.

👉 Praxis-Tipp: Prüfen Sie regelmäßig Ihre Gefährdungsbeurteilung. Sie bildet die Basis jeder Unterweisung und hilft, Themen zielgerichtet festzulegen. Weitere Informationen finden Sie in unserem Blog Gefährdungsbeurteilung richtig durchführen.


Digitale Unterweisung DGUV – was ist erlaubt?

Digitale Tools und E-Learning sind sinnvoll, ersetzen aber keine Präsenz komplett.
Die neue DGUV Regel 100-001 betont:

      • Unterweisungen müssen Interaktion ermöglichen – Rückfragen sind Pflicht.

      • Selbststudium ohne Austausch gilt nicht als Unterweisung.

      • Bei bestimmten Themen, z. B. Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) oder PSA-Benutzungsverordnung (§ 3 PSA-BV), sind praktische Übungen zwingend erforderlich.

👉 Kombinieren Sie E-Learning und Präsenzphasen, um Wissen zu festigen.
Mehr dazu lesen Sie im Blog Online Unterweisung auf dem Mars? Was auf der Erde wirklich zählt.


Wie dokumentieren Sie eine Unterweisung richtig?

Die Dokumentation der Unterweisung ist Pflicht – und entscheidend, wenn es zum Nachweis kommt.
Achten Sie auf folgende Mindestangaben:

  • Datum, Thema, Ort, Dauer
  • Name der unterwiesenen Personen
  • Name und Befähigungsstatus der Unterweisenden
  • Unterschriften aller Beteiligten

Optional, aber empfehlenswert:

  • Anlass der Unterweisung
  • verwendete Materialien
  • konkrete Lerninhalte

👉 Unsere Kunden erhalten hierfür kostenlose Vorlagen für Unterweisungsdokumentationen, die individuell angepasst und digital archiviert werden können.
Weitere Informationen zur Archivierung finden Sie im Blog Aufbewahrungsfrist Unterweisungen Arbeitsschutz.


Unterweisung im Arbeitsschutz – so gelingt sie in der Praxis

Eine gute Unterweisung lebt von Praxisnähe und Interaktion.
Unsere Experten empfehlen:

✅ Nutzen Sie reale Beispiele aus Ihrem Betrieb (z. B. Beinahe-Unfälle).
✅ Verwenden Sie Bilder, Videos oder Demonstrationen – sie erhöhen die Aufmerksamkeit.
✅ Sprechen Sie in verständlicher Sprache und vermeiden Sie Fachjargon.
✅ Unterweisen Sie in kleinen Gruppen, um Fragen gezielt zu klären.
✅ Achten Sie auf inklusive Kommunikation, z. B. durch einfache Sprache oder Piktogramme – siehe Blog Leichte Sprache im Arbeitsschutz.


Fazit: Unterweisung DGUV Regel 100-001 bleibt Führungsaufgabe

Die neue DGUV Regel 100-001 stärkt die Verantwortung der Arbeitgeber.
Unterweisungen sind kein formaler Akt, sondern ein zentrales Element des Arbeitsschutzes.
Sie sichern nicht nur Rechtssicherheit, sondern fördern aktiv die Sicherheitskultur im Unternehmen.

👉 Unser Tipp:
Nutzen Sie digitale Tools, kombinieren Sie E-Learning und Präsenz, und binden Sie Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Betriebsärzte gezielt ein.
Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir von KUECK Industries praxisnahe, nachhaltige und rechtssichere Unterweisungskonzepte.

Sprechen Sie uns gerne an – wir beraten Sie umfassend in den Bereichen Arbeitssicherheit, Betriebsmedizin, Brandschutz, Gefahrgut und Umweltschutz.

💬 Haben Sie Fragen oder eigene Erfahrungen mit der neuen DGUV Regel 100-001?
Teilen Sie Ihre Meinung unten in den Kommentaren!

Neue DGUV Regel 100-001: Was Unternehmen jetzt wissen müssen

Im Juni 2025 hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) die überarbeitete DGUV Regel 100-001 „Grundsätze der Prävention“ veröffentlicht. Sie ersetzt die bisherige Fassung von 2014 und schafft mehr Klarheit, Praxisnähe und Rechtssicherheit. In diesem Beitrag erfahren Sie, was sich geändert hat, warum die Neufassung wichtig ist und wie Sie die neuen Anforderungen in Ihrem Unternehmen erfolgreich umsetzen können.

Hintergrund zur DGUV Regel 100-001

Die DGUV Regel 100-001 konkretisiert die Vorgaben der DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ und ist damit ein zentrales Instrument für den betrieblichen Arbeitsschutz in Deutschland.

Sie richtet sich an Unternehmen aller Branchen und Größen und dient als praxisnaher Leitfaden, wie die gesetzlichen Pflichten im Alltag umgesetzt werden können. Während Vorschriften rechtlich verbindlich sind, gelten DGUV Regeln als fachliche Empfehlungen mit hohem Praxisbezug. Sie zeigen, wie Unfallversicherungsträger den Vorschriftentext auslegen und wie Betriebe Gefährdungen vermeiden können.

👉 Praxis-Tipp: Ziehen Sie die DGUV Regel 100-001 bei allen Fragen rund um Arbeitsschutzmaßnahmen heran. Sie schafft Orientierung und hilft, Haftungsrisiken zu vermeiden.


Die wichtigsten Ziele der Neufassung

Die DGUV Regel 100-001 wurde überarbeitet, um

  • praxisnäher und verständlicher zu sein,

  • moderne Arbeitsformen (Homeoffice, hybride Modelle, Inklusion) zu berücksichtigen,

  • den Umfang zu reduzieren und dennoch mehr Klarheit zu schaffen,

  • insbesondere kleine und mittlere Unternehmen besser zu unterstützen.

Mit 116 Seiten ist die neue Fassung kompakter als die alte Version von 2014 – ohne an Tiefe zu verlieren.


Gefährdungsbeurteilung: Neu gefasst und praxisnäher

Ein zentrales Kapitel betrifft die Gefährdungsbeurteilung nach § 3 DGUV Vorschrift 1. Sie ist das Herzstück des Arbeitsschutzes und wurde in der Neufassung präzisiert:

  • Klare Struktur: Ermittlung, Bewertung, Maßnahmen, Wirksamkeitskontrolle.

  • Mehr Praxisbeispiele: Besonders für kleine Betriebe oder Schulen.

  • Psychische Belastungen: Stress und soziale Konflikte müssen ausdrücklich berücksichtigt werden.

  • Dokumentationspflicht: Auch kleine Unternehmen müssen Gefährdungsbeurteilungen schriftlich festhalten.

👉 Wir von KUECK Industries unterstützen Sie gerne mit professionellen, individuellen Gefährdungsbeurteilungen, die jede Überprüfung bestehen – für maximale Rechtssicherheit.


Unterweisungen: Mehr Flexibilität in der Umsetzung

Besonders praxisrelevant ist die Unterweisung nach § 4 DGUV Vorschrift 1. Hier schafft die neue DGUV Regel mehr Klarheit im Umgang mit modernen Formen wie E-Learning.

Einen Blogbeitrag hierzu werden wir zeitnah für Sie erstellen.


Pflichtenübertragung: Eindeutiger gefasst

Die Delegation von Arbeitsschutzpflichten (§ 13 ArbSchG) ist ein sensibles Thema. Die neue DGUV Regel 100-001 macht deutlich:

  • Unternehmer bleiben immer in der Gesamtverantwortung.

  • Führungskräfte tragen automatisch Verantwortung, sobald sie Weisungsbefugnis haben.

  • Schriftliche Pflichtenübertragungen schaffen Transparenz und werden dringend empfohlen.

👉TIPP: Nutzen Sie schriftliche Pflichtenübertragungen. Wir von KUECK Industries helfen Ihnen mit erprobten Formularen gerne weiter. Sie schaffen Transparenz, definieren Verantwortungsbereiche und verringern Haftungsrisiken.

Unsere Berater und Dozenten stehen auch gerne an Ihrer Seite um Führungskräfte für diese Aufgaben und Pflichten zu qualifizieren und zu sensibilisieren. Unsere Schwester komfakt Training bietet entsprechende Seminare an, die für Sie auch individualisiert werden können.


Sicherheitsbeauftragte: Stärkere Rolle im Arbeitsschutz

Das Kapitel zu Sicherheitsbeauftragten (§ 22 SGB VII) wurde umfassend überarbeitet. Neu ist, dass Sicherheitsbeauftragte enger in Gefährdungsbeurteilungen und Unterweisungen eingebunden werden sollen. Auch kleine Betriebe werden ermutigt, Sicherheitsbeauftragte zu bestellen – selbst wenn es nicht verpflichtend ist.


Notfallmaßnahmen und Erste Hilfe: Umfassend aktualisiert

Kapitel 4.4 und 4.6–4.10 der DGUV Regel 100-001 widmen sich den Themen Notfallmaßnahmen und Erste Hilfe. Neu geregelt sind unter anderem:

  • konkrete Abläufe bei Bränden, Evakuierungen und medizinischen Notfällen,

  • Anforderungen an Verbandkästen, Defibrillatoren und Erste-Hilfe-Räume,

  • die Pflicht zur regelmäßigen Schulung des Personals.

👉 Unser Partner komfakt Training bietet dazu praxisnahe Erste-Hilfe-Kurse für Unternehmen an.


Fazit: DGUV Regel 100-001 als Chance nutzen

Die neue DGUV Regel bringt nicht nur Pflichten, sondern bietet Unternehmen eine echte Chance:

  • Arbeitsschutz effizient organisieren,

  • Gefährdungsbeurteilungen rechtssicher durchführen,

  • Unterweisungen modern gestalten,

  • klare Verantwortlichkeiten schaffen,

  • Notfallmaßnahmen praxisnah umsetzen.

Wer jetzt handelt, stärkt nicht nur die Rechtssicherheit, sondern auch Motivation und Gesundheit der Mitarbeitenden.

👉 Sprechen Sie uns von KUECK Industries an – wir beraten Sie kompetent in den Bereichen Arbeitssicherheit, Betriebsmedizin, Brandschutz, Gefahrgut und Umweltschutz.


Diskutieren Sie mit uns!

Wie setzen Sie die neue DGUV Regel 100-001 in Ihrem Unternehmen um? Welche Kapitel finden Sie besonders praxisrelevant?
💬 Teilen Sie Ihre Erfahrungen gerne unten in den Kommentaren!