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Schlagwort: ASR A1.3

Kennzeichnung von Gefahrenstellen im Betrieb – ein Best-Practice-Beispiel aus der Produktion

Eine klare Kennzeichnung von Gefahrenstellen ist ein zentraler Bestandteil eines wirksamen Arbeitsschutzes. Sie hilft, Risiken sichtbar zu machen, Unfälle zu vermeiden und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Wie wirkungsvoll einfache Maßnahmen sein können, zeigt ein aktuelles Best-Practice-Beispiel aus der Produktion unseres Kunden BULTEN.

Ausgangssituation: Gefahrenstellen im Betrieb erkennen

In der Produktion von BULTEN gibt es historisch bedingt zahlreiche Türen zwischen verschiedenen Brandabschnitten. Diese Türen ragen konstruktionsbedingt auf einer Seite direkt in den Verkehrsweg hinein. Damit entstehen potenzielle Gefahrenstellen im Betrieb, insbesondere für Beschäftigte, die regelmäßig durch diese Bereiche gehen oder fahren.

Zwar wurden die Mitarbeitenden wiederholt unterwiesen, die Türen vorsichtig zu öffnen. Dennoch kam es immer wieder zu Beinaheunfällen – ein klares Zeichen dafür, dass Unterweisungen allein nicht ausreichen, um Gefahren nachhaltig zu reduzieren.


Lösung: Kennzeichnung von Gefahrenstellen nach ASR A1.3

Um das Risiko dauerhaft zu minimieren, entschied sich BULTEN für eine eindeutige Kennzeichnung der Gefahrenstellen. Der betroffene Bereich wurde deutlich sichtbar markiert:

  • Einsatz eines gut erkennbaren Warnzeichens
  • Schwarz-gelbe Markierung des Gefahrenbereichs
  • Klare Abgrenzung des Verkehrswegs

Diese Sicherheitskennzeichnung entspricht vollständig den Anforderungen der ASR A1.3 und sorgt dafür, dass die Gefahr bereits auf den ersten Blick erkannt wird.


Ergebnis: Gefahrenstellen kennzeichnen wirkt

Seit der Umsetzung der Maßnahme ist die Gefahr an dieser Stelle gebannt. Die Beschäftigten erkennen den Gefahrenbereich frühzeitig und passen ihr Verhalten entsprechend an. Das Beispiel zeigt deutlich:
Wer Gefahrenstellen kennzeichnet, verbessert nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Akzeptanz von Schutzmaßnahmen im Arbeitsalltag.


Warum die Kennzeichnung von Gefahrenstellen so wichtig ist

Eine normgerechte Kennzeichnung im Betrieb:

  • macht Risiken sofort sichtbar
  • ergänzt Unterweisungen sinnvoll
  • unterstützt die Gefährdungsbeurteilung
  • reduziert Unfall- und Haftungsrisiken
  • erfüllt gesetzliche und berufsgenossenschaftliche Vorgaben

Besonders bei Verkehrswegen, Türen, Maschinen oder Übergängen ist eine eindeutige Markierung von Gefahrenbereichen unverzichtbar.


Unterstützung durch KUECK Industries

Die Kennzeichnung von Gefahrenstellen sollte immer Teil eines ganzheitlichen Arbeitsschutzkonzepts sein.
Als beratende Ingenieure unterstützen wir Sie gemeinsam mit unseren Partnern in den Bereichen Arbeitssicherheit, Betriebsmedizin, Brandschutz, Gefahrgut und Umweltschutz.

Unsere Leistungen umfassen unter anderem:

  • Erstellung und Aktualisierung von Gefährdungsbeurteilungen
  • Beratung zur Sicherheitskennzeichnung nach ASR A1.3
  • Entwicklung von Kennzeichnungs- und Markierungsplänen
  • Praxisnahe Lösungen für Ihren Betrieb

👉 Sprechen Sie uns gerne an – wir beraten Sie individuell und lösungsorientiert.


💬 Ihre Meinung ist gefragt:
Haben Sie in Ihrem Betrieb ähnliche Erfahrungen mit der Kennzeichnung von Gefahrenstellen gemacht? Oder stehen Sie aktuell vor einer konkreten Herausforderung?
Kommentieren Sie gerne diesen Beitrag und tauschen Sie sich mit uns aus.

Sicherheitskennzeichnung im Betrieb – diese Zeichen sollten Sie kennen

Die Sicherheitskennzeichnung im Betrieb ist ein zentraler Bestandteil des Arbeitsschutzes. Sicherheitszeichen informieren Beschäftigte auf einen Blick über Gefahren, Verbote, notwendige Schutzmaßnahmen sowie Flucht- und Rettungswege. Die Technische Regel ASR A1.3 „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“ legt verbindlich fest, welche Kennzeichen Arbeitgeber einsetzen müssen. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Sicherheitszeichen es gibt, welche rechtlichen Anforderungen gelten und wie Sie die Kennzeichnung im betrieblichen Alltag richtig umsetzen.

Warum die Sicherheitskennzeichnung im Betrieb unverzichtbar ist

Im betrieblichen Alltag bleibt oft wenig Zeit für lange Erklärungen. Genau hier entfaltet die Sicherheitskennzeichnung im Betrieb ihre Wirkung: Sie vermittelt sicherheitsrelevante Informationen schnell, eindeutig und unabhängig von Sprache.

Sicherheitszeichen sind jedoch mehr als eine Empfehlung. Sie sind gesetzlich vorgeschrieben und Teil der Arbeitsschutzorganisation. Werden sie korrekt eingesetzt, erfüllen Arbeitgeber automatisch die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) – dank der sogenannten Vermutungswirkung der ASR A1.3.

👉 Unser Tipp: Prüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Sicherheitskennzeichnung noch aktuell, vollständig und gut sichtbar ist.


Sicherheitskennzeichnung im Betrieb nach ASR A1.3 – die rechtlichen Grundlagen

Die ASR A1.3 „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“ konkretisiert die Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung. Sie regelt:

  • wann Sicherheitskennzeichen erforderlich sind
  • wie sie gestaltet sein müssen (Form, Farbe, Symbol)
  • wo und wie sie anzubringen sind

Zusätzlich verweisen die Regelwerke auf die DIN EN ISO 7010 und die DIN 4844-2, die für europaweit einheitliche und sprachunabhängige Symbole sorgen.


Die fünf Hauptarten der Sicherheitskennzeichnung im Betrieb

Die ASR A1.3 unterscheidet fünf klar definierte Kategorien. Jede Form hat eine eigene Bedeutung und darf nur eine eindeutige Aussage enthalten.

1. Verbotszeichen – gefährliche Handlungen verhindern

Verbotszeichen untersagen gefährliches Verhalten, bevor Risiken entstehen.

Merkmale:

  • rund
  • roter Rand und Querbalken
  • schwarzes Piktogramm auf weißem Grund

Typische Beispiele:

  • Rauchen verboten
  • Zutritt für Unbefugte verboten

2. Warnzeichen – auf Gefahren aufmerksam machen

Warnzeichen weisen auf mögliche Gefahrenquellen hin, ohne Panik auszulösen.

Merkmale:

  • dreieckig
  • gelber Hintergrund
  • schwarzes Piktogramm

Beispiele:

  • Rutschgefahr
  • Stromschlaggefahr
  • Explosive Atmosphäre

3. Gebotszeichen – richtiges Verhalten einfordern

Gebotszeichen schreiben ein bestimmtes Verhalten verbindlich vor.

Merkmale:

  • runde Form
  • blauer Hintergrund
  • weißes Symbol

Beispiele:

  • Schutzhelm tragen
  • Gehörschutz benutzen
  • Augenschutz erforderlich

👉 Sind Ihre Gebotszeichen dort angebracht, wo die Gefahr tatsächlich besteht?


4. Rettungszeichen – Orientierung im Notfall

Rettungszeichen zeigen den Weg aus der Gefahr und markieren Erste-Hilfe-Einrichtungen.

Merkmale:

  • rechteckig oder quadratisch
  • grüner Hintergrund
  • weißes Piktogramm

Typische Einsatzorte:

  • Fluchtwege
  • Notausgänge
  • Erste-Hilfe-Räume

5. Brandschutzzeichen – im Ernstfall Sekunden sparen

Brandschutzzeichen kennzeichnen Einrichtungen zur Brandbekämpfung.

Merkmale:

  • rechteckig oder quadratisch
  • roter Hintergrund
  • weißes Symbol

Beispiele:

  • Feuerlöscher
  • Brandmelder
  • Löschdecken

Sicherheitskennzeichnung im Betrieb richtig anwenden

Die beste Sicherheitskennzeichnung nützt wenig, wenn sie falsch platziert oder schlecht sichtbar ist. Die ASR A1.3 fordert daher:

  • dauerhafte und gut sichtbare Anbringung
  • Platzierung direkt an der Gefahrenstelle
  • Anpassung bei Umbauten oder neuen Maschinen
  • mobile Kennzeichnung bei wechselnden Arbeitsbereichen (z. B. Baustellen)

Besonders wichtig: nachleuchtende Sicherheitskennzeichnung. In Bereichen ohne Sicherheitsbeleuchtung müssen Rettungs- und Brandschutzzeichen auch bei Stromausfall sichtbar bleiben. Hier gelten die Vorgaben der DIN 67510.


Sicherheitskennzeichnung und Gefährdungsbeurteilung

Die Sicherheitskennzeichnung im Betrieb ist ein fester Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung (§ 5 ArbSchG, § 3a ArbStättV). Arbeitgeber müssen regelmäßig prüfen:

  • Sind Sicherheitszeichen erforderlich?
  • Entsprechen vorhandene Zeichen den aktuellen Normen?
  • Werden alte Kennzeichnungen (z. B. nach BGV A8) noch eindeutig verstanden?

👉 Praxis-Tipp: Änderungen im Betrieb sollten immer Anlass sein, die Kennzeichnung neu zu bewerten.


Tipps für eine wirksame Sicherheitskennzeichnung im Betrieb

Damit Sicherheitszeichen ihren Zweck erfüllen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Verständlichkeit sicherstellen: Symbole müssen selbsterklärend sein
  • Einheitlichkeit wahren: Keine Mischung alter und neuer Normen
  • Sichtbarkeit prüfen: Regelmäßige Kontrolle auf Beschädigungen oder Verdeckung
  • Unterweisung durchführen: Beschäftigte müssen die Bedeutung kennen
  • Zusatzzeichen sinnvoll einsetzen: Klar und eindeutig, ohne Überladung

Wie KUECK Industries Sie unterstützen kann

Als beratende Ingenieure unterstützen wir von KUECK Industries Unternehmen gemeinsam mit unseren Partnern in den Bereichen:

  • Arbeitssicherheit
  • Betriebsmedizin
  • Brandschutz
  • Gefahrgut
  • Umweltschutz

Wir prüfen Ihre bestehende Sicherheitskennzeichnung im Betrieb, unterstützen bei der Gefährdungseurteilung und sorgen für rechtskonforme, praxisnahe Lösungen.

👉 Sprechen Sie uns an, wenn Sie Ihre Kennzeichnung überprüfen oder aktualisieren möchten.


Fazit: Sicherheitskennzeichnung im Betrieb schafft Klarheit und Sicherheit

Die Sicherheitskennzeichnung im Betrieb ist kein formaler Akt, sondern gelebter Arbeitsschutz. Sie verhindert Unfälle, erleichtert Orientierung im Notfall und erfüllt gesetzliche Pflichten. Wer die Vorgaben der ASR A1.3 konsequent umsetzt, schützt Beschäftigte und reduziert Haftungsrisiken.

💬 Ihre Meinung ist gefragt:
Wie setzen Sie Sicherheitskennzeichnung in Ihrem Betrieb um? Teilen Sie Ihre Erfahrungen gerne in den Kommentaren – wir freuen uns auf den Austausch!