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Gut gedacht, schlecht gemacht: AED im Betrieb richtig platzieren – sonst hilft er im Notfall nicht

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Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED) können im Ernstfall Leben retten – aber nur, wenn sie im Notfall auch erreichbar sind. In der Praxis zeigt sich jedoch immer wieder: AEDs sind zwar vorhanden, aber falsch platziert oder nicht frei zugänglich. Anhand realer Beispiele aus Sportstätten zeigen wir, warum ein AED im Betrieb richtig platziert sein muss, welche Fehler häufig gemacht werden und wie Unternehmen die tatsächliche Nutzbarkeit sicherstellen.

AED im Betrieb: vorhanden heißt nicht automatisch einsatzbereit

In unserem früheren Blogbeitrag „Was Sie über den Einsatz von Defibrillatoren im Betrieb wissen müssen“ haben wir ausführlich erläutert, warum der Einsatz von Automatisierten Externen Defibrillatoren im Betrieb sinnvoll und lebensrettend sein kann.

Wir von KUECK Industries befürworten ausdrücklich die Bereitstellung von AEDs in Unternehmen, Sportstätten und öffentlichen Einrichtungen. Doch die Praxis zeigt: Ein vorhandener AED rettet noch kein Leben.

Denn entscheidend ist nicht nur, dass ein AED vorhanden ist – sondern wo und wie er platziert wurde.

👉 Unser Fazit vorweg: Ein AED, der im Notfall nicht sofort erreichbar ist, ist im schlimmsten Fall wirkungslos.


Gut gedacht, schlecht gemacht: Zwei Praxisbeispiele aus Sportstätten

Die beiden gezeigten Fotos stammen aus Sportstätten und verdeutlichen ein Problem, das uns in der Arbeitsschutzpraxis regelmäßig begegnet.

Beispiel 1: AED im verschlossenen Raum

Auf dem oberen Bild weist ein Piktogramm korrekt auf das Vorhandensein eines AEDs hin. Das ist grundsätzlich positiv.
Der Haken: Der Defibrillator befindet sich in einem verschlossenen Raum. Den Schlüssel besitzt ausschließlich der Haustechniker.

Im Notfall bedeutet das:

  • Der Haustechniker befindet sich möglicherweise auf dem weitläufigen Gelände
  • wertvolle Minuten gehen verloren
  • der AED ist faktisch nicht nutzbar

Ein solches Szenario kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden.


Beispiel 2: AED zugänglich – aber nur „manchmal“

Auch im zweiten Beispiel ist der AED in einem separaten Raum untergebracht. Zwar ist dieser Raum häufig personell besetzt, doch auch hier gilt: Ist die Tür zufällig verschlossen, ist der AED nicht erreichbar.

Notfälle halten sich nicht an Öffnungszeiten, Dienstpläne oder Zufälle.

👉 Ein AED muss immer frei zugänglich sein – nicht nur meistens.


AED im Betrieb richtig platzieren: Zugänglichkeit rettet Leben

Aus Sicht des Arbeitsschutzes gilt ein klarer Grundsatz: Erste-Hilfe-Einrichtungen und Notfallausrüstung müssen jederzeit und ohne Hindernisse erreichbar sein. Das betrifft ausdrücklich auch den AED.

Typische Fehler bei der AED-Platzierung sind:

  • Unterbringung in verschlossenen Räumen
  • Zugang nur für bestimmte Personen
  • Platzierung abseits stark frequentierter Bereiche
  • fehlende klare Kennzeichnung
  • unklare Zuständigkeiten im Notfall

👉 Unser Appell: Prüfen Sie nicht nur, ob Sie einen AED haben – sondern ob er im Ernstfall sofort genutzt werden kann.


Anforderungen aus Arbeitsschutz und Organisation

Auch wenn es (noch) keine generelle gesetzliche Pflicht zur Bereitstellung eines AEDs gibt, greifen klare Anforderungen aus dem Arbeitsschutz und der Organisation der Ersten Hilfe.

Dazu gehören unter anderem:

  • freie und jederzeitige Zugänglichkeit des AED
  • gut sichtbare Kennzeichnung
  • kurze Wege vom möglichen Notfallort
  • Unterweisung der Beschäftigten
  • klare Regelungen im Notfall- und Rettungskonzept

Ein AED, der organisatorisch nicht eingebunden ist, erfüllt seinen Zweck nicht.

👉 Hier unterstützen wir Sie: Als beratende Ingenieure helfen wir dabei, AEDs sinnvoll in bestehende Arbeitsschutz- und Notfallkonzepte zu integrieren.


AED im Betrieb richtig platzieren – unsere klare Empfehlung

Aus Sicht der Arbeitsschutzexperten von KUECK Industries gilt:

✔ frei zugänglich
✔ jederzeit erreichbar
✔ eindeutig gekennzeichnet
✔ organisatorisch eingebunden
✔ regelmäßig geprüft

Alles andere ist gut gemeint – aber schlecht gemacht.


Fazit: Ein verschlossener AED ist im Notfall nutzlos

Die Bereitstellung eines AEDs ist ein wichtiger Schritt. Doch erst die richtige Platzierung und Organisation macht ihn im Ernstfall zu einem lebensrettenden Instrument.

Ein AED im Betrieb muss so angebracht sein, dass:

  • keine Schlüssel
  • keine Umwege
  • keine Verzögerungen

den Einsatz verhindern.

👉 Sie haben bereits einen AED oder planen die Anschaffung?
Sprechen Sie uns an. Gemeinsam finden wir eine praktikable Lösung, damit Ihr AED im Notfall wirklich Leben retten kann.


💬 Diskutieren Sie mit:
Haben Sie in Ihrem Betrieb oder Ihrer Einrichtung ähnliche Situationen erlebt? Wo hängt Ihr AED – und ist er wirklich jederzeit erreichbar? Teilen Sie Ihre Erfahrungen gerne in den Kommentaren.

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