Gefährdungsbeurteilung

So ist ihre Gefährdungsbeurteilung rechtskonform.

Die Gefährdungsbeurteilung vor Aufnahme von Arbeiten und regelmäßig wiederkehrend ist eine Pflicht von Unternehmer und Führungskräften. Sie ist im Arbeitsschutzgesetz, einer Reihe von Verordnungen und der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 1 geregelt.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Informationen dazu für Sie zusammengetragen:

1.) Gibt es eine Formerfordernis für die Gefährdungsbeurteilung?

NEIN,

nicht unmittelbar. Der Gesetzgeber überlässt Ihnen die Form. Das kann auf Papier sein oder auch in Dateiform.

Aber,

für eine Überprüfung müssen Sie diese den Mitarbeitern von Behörden und Unfallversicherungsträgern jederzeit in lesbarer und nachvollziehbarer Form vorlegen können!

2.) Gibt es bestimmte Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung?

JA,

die Gewerbeaufsichtsämter und die Unfallversicherungsträger haben definiert, welchen Anspruch sie an eine Gefährdungsbeurteilung stellen. Im Schadensfall werden sich die Gerichte und Sachverständigen bei einer Überprüfung daran orientieren.

Gemeinsame Auffassung beider ist, dass Checklisten nicht ausreichen.*

Folgende Prozessschritte müssen an einer Gefährdungsbeurteilung erkennbar sein:

  • Festlegung von Arbeitsbereichen und Tätigkeiten
  • Ermitteln von Gefährdungen, beispielsweise anhand von Gefährdungsfaktoren
  • Beurteilung der Gefährdungen
  • Festlegung konkreter Schutzmaßnahmen nach dem Stand der Technik
  • Umsetzung der Maßnahmen
  • Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen
  • Fortschreibung

Der LASI Leitfaden LV 59* sagt darüber hinaus, dass erkennbar sein muss, dass dieses Dokument gelebt wird, das heißt bearbeitet und fortgeführt wird sowie der Realität entspricht.

* Quellen: Leitlinie Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation, BAuA, Berlin 2015; DGUV Regel 100-001 Grundsätze der Prävention, DGUV, Dresden 2016; LASI – Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik, Leitfaden LV 59 Handlungsanleitung zur Überprüfung der Gefährdungsbeurteilung, Düsseldorf 2017

3.) Darf jeder die Gefährdungsbeurteilung erstellen?

NEIN,

der Gesetzgeber geht in nahezu allen Arbeitsschutzvorschriften davon aus, dass diese fachkundig erstellt werden muss. Er nimmt an, dass der Arbeitgeber in der Regel nicht fachkundig ist. Fachkundige Mitwirkung erfolgt durch die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte. Aber deren Fachkunde alleine reicht auch nicht immer aus.

In den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) und Biostoffe (TRBA) beispielsweise sind weitere Anforderungen an die Fachkunde definiert. KUECK Industries Ltd. erfüllt in der Regel diese Anforderungen.

Es ist aber auch einhellige Rechtsauffassung, dass die Gefährdungsbeurteilung wegen der Fachkunde Teamarbeit ist.

An diesem Team sollten beteiligt sein:

  • der/die jeweilige Führungskraft
  • der/die Sicherheitsbeauftragte aus dem Bereich
  • der/die Fachkraft für Arbeitssicherheit und der/die Betriebsarzt/-ärztin
  • Mitarbeiter/innen aus dem Bereich
  • ggf. weitere Experten wie Instandsetzung und andere.

Fazit:

Die Experten von KUECK Industries Ltd. sind nicht in allen Fragen fachkundig und können keine Gefährdungsbeurteilungen im stillen Kämmerlein erstellen. Aber sie kennen die Verfahren und Anforderungen an eine solche Unterlage. Sie wissen auch, wer ggf. beteiligt werden soll/muss und wer nicht.
Aus der Teilnahme an Arbeitskreisen und Fortbildungen sowie dem Austausch mit Behörden und Unfallversicherungsträgern kennen die Mitarbeiter von KUECK Industries Ltd. die Anforderungen an eine rechtskonforme Gefährdungsbeurteilung.

Menü